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Ein eingespieltes Team

Bottrop, 31.08.2011, Birgitt Schuknecht

Bottrop. Wie eine Fieberkurve” - so beschreibt das Trainerduo Daniela Ebert und Salavatore Bognanni den Verlauf der Fuhlenbrocker Vorbereitung der letzten Wochen.

Die beiden hatten eindeutige Niederlagen gegen die hochklassigen Gegner zu Beginn der Testphase erwartet und in Kauf genommen. Schließlich ging es bei diesen Herausforderungen in erster Linie darum, eigene Schwächen zu erkennen und anschließend im Training auszumerzen. Aber schon bei den Spielen gegen VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen zeigte der frischgebackene Niederrheinligist durchaus unterschiedliche Leistungen. So gab es nach dem Spiel gegen den Zweitligisten aus Mönchengladbach Lob von allen Seiten, gegen Leverkusen mussten die Fuhlenbrockerinnen eine herbe Schlappe wegstecken.

 

Auch bei den folgenden Testspielen gegen Landesligateams machten Ebert und Bognanni Licht und Schatten aus. Gegen die SG Essen-Schönebeck lief es spielerisch sehr gut; auch wenn der Sieg wegen mangelhafter Chancenverwertung auf der Strecke blieb. „Da waren wir wirklich hungrig auf den Erfolg”, beschreibt es Ebert. Bei der 4:6-Niederlage gegen FC Sterkrade 72 am letzten Sonntag verschlief Fuhlenbrock die erste Halbzeit komplett.

„Durch Urlaub, Arbeit und Verletzung hatten wir selten alle Spielerinnen zur Verfügung. Und so groß ist der Kader nicht, dass man den Ausfall von vier oder fünf Stammkräften auffangen kann”, nennt Daniela Ebert einen Grund für die fehlende Konstanz. Dazu kamen die Defizite in der Kondition. „Spielerisch haben wir keine Probleme, doch wir haben nichts von der technischen Qualität, wenn nach dreißig Minuten die Kraft fehlt. Kondition ist die Voraussetzung für Konzentration”, sieht Salvatore Bognanni auf dem Gebiet der Fitness noch Nachholbedarf.

In den letzten Wochen vor dem Saisonstart gegen FCR Duisburg III sollen diese Defizite beseitigt werden. Ebert und Bognanni wissen, dass Konditionstraining nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung von Fußballern ist. „Ich selbst habe es auch nicht gern gemacht”, hat Ebert Verständnis für diese Einstellung. „Immer habe ich gesagt, ich habe doch die Technik. Aber ich weiß auch, dass es ohne Kraft nun mal nicht geht.” Und ihr Trainerkollege ergänzt: „So langsam sind die Spielerinnen überzeugt, dass wir Recht haben, und verstehen, was wir von ihnen wollen. Sie ziehen gut mit.”

Die gute Laune soll trotz aller Quälereien nicht auf der Strecke bleiben. „Training muss Spaß machen, auch wenn es um den Aufbau von Kondition geht”, ist Ebert überzeugt. Die Anstrengungen werden mit einem Pizza-Abend schmackhaft gemacht und der Sport findet schon mal auf der Bowling- statt auf der Laufbahn statt.

„Ich bin optimistisch, dass wir gut vorbereitet in die Saison gehen werden”, sieht Bognanni die Fuhlenbrocker Mannschaft auf dem richtigen, wenn auch schwierigen, Weg. „Und ich bin ebenso optimistisch, was unsere Zukunft in der Niederrheinliga angeht. Wir werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben.” Ebert formuliert eine konkretere Vorgabe: „Platz neun ist unser Ziel.”

Ein Vorteil der Fuhlenbrockerinnen ist sicher, dass sie mit einer eingespielten Mannschaft ins Rennen gehen: Das Team ist zusammengeblieben; als Neuzugänge stoßen die bisherigen vereinslose Sabrina Vilani und aus der eigenen Jugend Lena Lückenotte zum Kader. Trotzdem hatte das Trainerduo auf mehr Zuwachs gehofft. „Das hätte für mehr Konkurrenzkampf gesorgt”, so Ebert. „Aber wir sind derzeit mit ein paar Spielerinnen im Gespräch, vielleicht klappt es ja zur Rückrunde.”

 

(erschienen in der WAZ, Ausgabe Bottrop, vom 31.08.2011)

 

Ansprechpartner:

Name: Ebert, Daniela
Funktion: Trainer
 
Name: Hoffmann-Kovac, Mirsada
Funktion: Trainer